Eröffnung in Dresden: die türckische Cammer

Vor weni­gen Tagen war dem Dres­d­ner Res­i­den­zschloß als Heim­stätte der Staatlichen Kun­st­samm­lun­gen zu Dres­den die medi­ale Aufmerk­samkeit hold. Die türchis­che Cam­mer wurde eröffnet — eine der prachtvoll­sten Samm­lung orientalisch-türkischer Kunst. Die Ausstel­lung zeigt auf 750 m² 600 Stücke ori­en­tal­is­cher und ori­en­tal­isieren­der Kunst, die zum Teil diplo­ma­tis­che Geschenke, zum Teil Beutestücke sind. Zugle­ich zeigt sie die bedeu­tende Rolle des Osman­is­chen Reiches in der Frühen Neuzeit.

Besucher­in­for­ma­tio­nen

  • täglich 10 bis 18 Uhr, dien­stags geschlossen
  • Ein­trittspreis nor­mal: 10,00 Euro
  • Ein­trittspreis ermäßigt: 7,50 Euro
  • Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre: frei
  • Schüler, Stu­den­ten sowie Auszu­bildende (ab 17 Jahre): 7,50 Euro
  • Grup­pen ab 10 Per­so­nen: pro Per­son: 9,00 Euro
  • Der Ein­tritt ist auch gültig für das Neue Grüne Gewölbe sowie laufende Son­der­ausstel­lun­gen. Ausgenom­men ist das His­torische Grüne Gewölbe.

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03 2010

Belter Dialoge

Ich habe mich ille­gal betätigt, weil ich unzufrieden war mit der Sit­u­a­tion an der Leipziger Uni­ver­sität. Wir hat­ten keine Gewis­sens­frei­heit, keine Rede­frei­heit und keine Presse­frei­heit. (Her­bert Bel­ter während seines Prozesses)

Daß Ungeist sel­ten halt macht vor Ver­stand, ist – ger­ade mit Blick auf die Entwick­lung der deutschen Uni­ver­sitäten im 20. Jahrhun­dert – ein sicher berechtigter Gemein­platz der Geschichte. Auch die Leipziger Uni­ver­sität bildet hier keine Aus­nahme. Nicht nur, weil sie bere­its im aus­ge­hen­den 19. Jahrhun­dert als eine der „End­sta­tio­nen“ neben Berlin und München eine führende Rolle in der deutschen Uni­ver­sität­s­land­schaft ver­sieht, son­dern auch, da für sie qua geo­graphis­cher Lage das dun­kle 20. Jahrhun­dert erst 1989 endet.

Dabei wurde ger­ade im Osten Deutsch­lands der Ungeist nach 1945 in Anbe­tra­cht der vorher geschehenen Greuel weniger stark – und wenn, dann eher von „außen“ oder „drüben“ – fokussiert. Womit nicht gesagt sein soll, daß in der zei­this­torischen Forschung zur ost­deutschen Uni­ver­sitäts­geschichte inzwis­chen nichts passiert sei. Es hätte nur ein­wenig mehr sein dür­fen. Lesen Sie den Rest des Beitrags →

08

03 2010

Nach dem Einsturz: „Köln in Berlin“

Am 3. März 2009 senkte sich in Deutsch­land die Erde und das Gedächt­nis einer ganzen Stadt stürzte ein. Der Zusam­men­bruch des His­torischen Archivs der Stadt Köln sowie angren­zen­der Wohn­häuser war ein Unglück mit tragis­chen Fol­gen: Zwei Men­schen ver­loren ihr Leben, Archivgut mit gesam­teu­ropäis­cher Bedeu­tung ging ein­fach unter.

Ein Jahr ist seit­dem ver­gan­gen. Mit einer Ausstel­lung erin­nert nun die Stadt Köln zusam­men mit den Berliner Fest­spie­len an die Ereignisse des März 2009. Mit etwa 100 Lei­h­gaben des ehe­ma­li­gen Kun­st­gewerbe­mu­se­ums gewährt Köln in Berlin. Nach dem Ein­sturz: Das His­torische Archiv nicht nur Ein­blicke in den kost­baren Archivbe­stand, son­dern doku­men­tiert auch den Ein­sturz des Gebäudes, die Bergung der Bestände und den Ver­such der Kon­ser­va­toren, zu ret­ten, was zu ret­ten ist. Lesen Sie den Rest des Beitrags →

06

03 2010

Konferenz in Heidelberg: UNESCO und der Kalte Krieg

Vom 4. bis zum 5. März findet am Hei­del­berg Cen­ter for Amer­i­can Stud­ies der Ruprecht-Karls-Universität die inter­na­tionale Kon­ferenz “Unesco und der Kalte Krieg” statt. Im Mit­telpunkt der Betra­ch­tun­gen steht die Rolle, die Ein­fluß­nahme und die Entwick­lung der UNESCO im Zeichen des Ost-West-Konfliktest. Mit­tels vier the­ma­tis­cher Schw­er­punkte wird sich dem Thema angenähert, wobei die Posi­tio­nen der Mit­glieder­staaten und der Ein­satz der UNESCO für Frieden und gegen­seit­iges Ver­ständis beson­ders beleuchtet wer­den. Rund 100 Per­so­nen nehmen an der Ver­anstal­tung teil.

03

03 2010

AEON auf Facebook

AEON hat ja seit einer ger­au­men Zeit eine Fan­seite auf Face­book, die bisher keine “eigene” URL hatte. Nun hat es aber endlich geklappt: AEON besitzt seine eigene Vanity-URL. Zu finden sind wir unter

Wir freuen uns, Euch/Sie dort begrüßen zu dür­fen. Wir sehen uns dort.

02

03 2010

Das Schicksal von Frauen im Zweiten Weltkrieg

Eigentlich kann man den Satz “Krieg ist grausam” nicht ein­fach so sagen, weil er in seinen drei Worten fast wie eine Phrase daher kommt und den­noch genau das bein­hal­tet, was er aus­drückt. Wie zer­störerisch Krieg ist, ist eben eigentlich bekannt, erst recht der II. Weltkrieg. Und den­noch gibt es Aspekte, die bisher wenig von der Forschung beleuchtet wor­den sind. Dies gilt beispiel­sweise für das Schick­sal deutscher Frauen am Ende des II. Weltkrieges: nicht nur Flucht, Ver­lust von Hab und Gut sowie von Ange­höri­gen mußten sie bekla­gen, son­dern vielfach waren sie auch lebens­ge­fährlichen Gefahren aus­ge­setzt, so beispiel­sweise den Verge­wal­ti­gun­gen. Diesem Thema spürt ein­fühlsam Susanne Beyer in ihrem Bericht in “einestages” am Beispiel von Gabriele Köpp nach. Die habil­i­tierte Physik­erin wurde als 15jährige auf ihrer Flucht aus Pom­mern 14 Tage lang von Sol­daten der Roten Armee verge­waltigt und überwand dieses Trauma bis heute nicht. Ihr Schick­sal schrieb sie jetzt auto­bi­ographisch in einem Buch auf, das in seiner Art einzi­gar­tig ist. Einzig und allein noch die Pub­lika­tion von “Anonyma” ist in diesem Bere­ich ver­gle­ich­bar (es gibt einige Inter­views und kurze Berichte in Zeitzeu­gen­samm­lun­gen zu diesem Thema, die aber in der Aus­führlichkeit nicht an das Buch von Frau Köpp her­an­re­ichen). Schließlich weist der Bericht in “einestages” nicht nur auf das Los des 15jährigen Mäd­chens hin, son­dern deutet auch die geschichtswis­senschaftlichen Dimen­sio­nen bei der Beschäf­ti­gung mit diesem Thema an.

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02 2010

Sachsen bleibt erster — Das „porzellanene“ Zeitalter (2)

Als echtem Kaf­feesach­sen kon­nte ich es mir trotz Fas­ten­zeit gestern und heute nicht nehmen lassen, mir bei einem guten Konzep­tal­bum gefühlte drei Kan­nen Bohne­saft einzu­flößen. Grund dafür waren die Burghley-Funde (eben­falls bekannt als: „Die-Engländer-waren-schneller-als-wir“-Tassen); das kaf­fee­taugliche Album: Weißes Gold von Stern-Combo Meißen. Dort heißt es in Anlehnung an den Apothek­erge­hil­fen Böttger:

„Da saß er nun an seinen Bren­nöfen und Schmelztiegeln, Dämpfen und Gasen, Ängsten und Hoff­nun­gen, im Leben schon die Hölle, zer­fressene Haut, entzün­dete Augen, dazu die Zweifel, die zudem mehr und mehr Erken­nt­nis wurden.“

Und das soll nun doch alles umsonst gewe­sen sein? Lesen Sie den Rest des Beitrags →

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02 2010

Das Leben der anderen…

Manch­mal rauscht nüt­zliches an einem ein­fach vor­bei. So auch der hier nachträglich dar­ge­tane, doch hin­sichtlich der inhaltlichen Sache fes­thal­tenswerte Hin­weis auf die nicht nur für His­toriker nüt­zliche Daten­bank Biographie-Portal*… Lesen Sie den Rest des Beitrags →

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02 2010

Das „porzellanene“ Zeitalter

Die Regierungszeit Elis­a­beth I. (reg. 1558–1603) wird als ein gold­enes Zeital­ter der englis­chen Geschichte gese­hen. Die kon­fes­sionellen Span­nun­gen, die in Europa schwel­ten, waren auf der Insel noch nicht in vollem Umfang angekom­men, der mar­ode Haushalt wurde durch ein mod­ernes Börsen­we­sen kon­so­li­diert, niedrige Steuern begün­stigten die wirtschaftliche Entwick­lung, unter Mar­lowe und Shake­speare set­zte das The­ater neue Maßstäbe. Tech­nol­o­gisch hinge­gen galt das gold­ene Zeital­ter bisher als weit weniger fortschritts­be­wußt: Natur­wis­senschaftliche Beschäf­ti­gung standen eher im Zeichen der Seefahrt und Nav­i­ga­tion. Pro­duk­tive Ver­fahren konzen­tri­erten sich vor allem auf die Bere­it­stel­lung von Rohstof­fen wie beispiel­sweise Wolle für die flan­drische Tuch­pro­duk­tion. Sonst passierte nicht viel. Meinte man bisher. Ein spek­takulärer Fund rückt dieses Bild nun ein stück­weit zurecht. Lesen Sie den Rest des Beitrags →

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02 2010

Umfrage: Einsatz von Social Media in der Wissenschaft

Der Forschungsver­bund “Inter­ac­tive Sci­ence — interne Wis­senschaft­skom­mu­nika­tion über dig­i­tale Medien” startete am 8. Feb­ruar eine Umfrage zum Ein­satz von Social Media in der Wis­senschaft. Sie richtet sich an Forscher und Ange­hörige der Hochschullehre. Da AEON als OpenAccess-Fachjournal sel­ber in zahlre­ichen Social Media-Netzwerken unter­wegs ist (Blog, Twit­ter, Face­book, MeinVZ bzw. Stu­diVZ), unter­stützen wir diese Umfrage und bit­ten unsere Leser, daran teilzunehmen.

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02 2010