Archiv für ‘Allgemein’-Kategorie

Konferenz in Heidelberg: UNESCO und der Kalte Krieg

Vom 4. bis zum 5. März findet am Hei­del­berg Cen­ter for Amer­i­can Stud­ies der Ruprecht-Karls-Universität die inter­na­tionale Kon­ferenz “Unesco und der Kalte Krieg” statt. Im Mit­telpunkt der Betra­ch­tun­gen steht die Rolle, die Ein­fluß­nahme und die Entwick­lung der UNESCO im Zeichen des Ost-West-Konfliktest. Mit­tels vier the­ma­tis­cher Schw­er­punkte wird sich dem Thema angenähert, wobei die Posi­tio­nen der Mit­glieder­staaten und der Ein­satz der UNESCO für Frieden und gegen­seit­iges Ver­ständis beson­ders beleuchtet wer­den. Rund 100 Per­so­nen nehmen an der Ver­anstal­tung teil.

03

03 2010

AEON auf Facebook

AEON hat ja seit einer ger­au­men Zeit eine Fan­seite auf Face­book, die bisher keine “eigene” URL hatte. Nun hat es aber endlich geklappt: AEON besitzt seine eigene Vanity-URL. Zu finden sind wir unter

Wir freuen uns, Euch/Sie dort begrüßen zu dür­fen. Wir sehen uns dort.

02

03 2010

Das Schicksal von Frauen im Zweiten Weltkrieg

Eigentlich kann man den Satz “Krieg ist grausam” nicht ein­fach so sagen, weil er in seinen drei Worten fast wie eine Phrase daher kommt und den­noch genau das bein­hal­tet, was er aus­drückt. Wie zer­störerisch Krieg ist, ist eben eigentlich bekannt, erst recht der II. Weltkrieg. Und den­noch gibt es Aspekte, die bisher wenig von der Forschung beleuchtet wor­den sind. Dies gilt beispiel­sweise für das Schick­sal deutscher Frauen am Ende des II. Weltkrieges: nicht nur Flucht, Ver­lust von Hab und Gut sowie von Ange­höri­gen mußten sie bekla­gen, son­dern vielfach waren sie auch lebens­ge­fährlichen Gefahren aus­ge­setzt, so beispiel­sweise den Verge­wal­ti­gun­gen. Diesem Thema spürt ein­fühlsam Susanne Beyer in ihrem Bericht in “einestages” am Beispiel von Gabriele Köpp nach. Die habil­i­tierte Physik­erin wurde als 15jährige auf ihrer Flucht aus Pom­mern 14 Tage lang von Sol­daten der Roten Armee verge­waltigt und überwand dieses Trauma bis heute nicht. Ihr Schick­sal schrieb sie jetzt auto­bi­ographisch in einem Buch auf, das in seiner Art einzi­gar­tig ist. Einzig und allein noch die Pub­lika­tion von “Anonyma” ist in diesem Bere­ich ver­gle­ich­bar (es gibt einige Inter­views und kurze Berichte in Zeitzeu­gen­samm­lun­gen zu diesem Thema, die aber in der Aus­führlichkeit nicht an das Buch von Frau Köpp her­an­re­ichen). Schließlich weist der Bericht in “einestages” nicht nur auf das Los des 15jährigen Mäd­chens hin, son­dern deutet auch die geschichtswis­senschaftlichen Dimen­sio­nen bei der Beschäf­ti­gung mit diesem Thema an.

27

02 2010

Sachsen bleibt erster — Das „porzellanene“ Zeitalter (2)

Als echtem Kaf­feesach­sen kon­nte ich es mir trotz Fas­ten­zeit gestern und heute nicht nehmen lassen, mir bei einem guten Konzep­tal­bum gefühlte drei Kan­nen Bohne­saft einzu­flößen. Grund dafür waren die Burghley-Funde (eben­falls bekannt als: „Die-Engländer-waren-schneller-als-wir“-Tassen); das kaf­fee­taugliche Album: Weißes Gold von Stern-Combo Meißen. Dort heißt es in Anlehnung an den Apothek­erge­hil­fen Böttger:

„Da saß er nun an seinen Bren­nöfen und Schmelztiegeln, Dämpfen und Gasen, Ängsten und Hoff­nun­gen, im Leben schon die Hölle, zer­fressene Haut, entzün­dete Augen, dazu die Zweifel, die zudem mehr und mehr Erken­nt­nis wurden.“

Und das soll nun doch alles umsonst gewe­sen sein? Read the rest of this entry →

26

02 2010

Das Leben der anderen…

Manch­mal rauscht nüt­zliches an einem ein­fach vor­bei. So auch der hier nachträglich dar­ge­tane, doch hin­sichtlich der inhaltlichen Sache fes­thal­tenswerte Hin­weis auf die nicht nur für His­toriker nüt­zliche Daten­bank Biographie-Portal*… Read the rest of this entry →

26

02 2010

Das „porzellanene“ Zeitalter

Die Regierungszeit Elis­a­beth I. (reg. 1558–1603) wird als ein gold­enes Zeital­ter der englis­chen Geschichte gese­hen. Die kon­fes­sionellen Span­nun­gen, die in Europa schwel­ten, waren auf der Insel noch nicht in vollem Umfang angekom­men, der mar­ode Haushalt wurde durch ein mod­ernes Börsen­we­sen kon­so­li­diert, niedrige Steuern begün­stigten die wirtschaftliche Entwick­lung, unter Mar­lowe und Shake­speare set­zte das The­ater neue Maßstäbe. Tech­nol­o­gisch hinge­gen galt das gold­ene Zeital­ter bisher als weit weniger fortschritts­be­wußt: Natur­wis­senschaftliche Beschäf­ti­gung standen eher im Zeichen der Seefahrt und Nav­i­ga­tion. Pro­duk­tive Ver­fahren konzen­tri­erten sich vor allem auf die Bere­it­stel­lung von Rohstof­fen wie beispiel­sweise Wolle für die flan­drische Tuch­pro­duk­tion. Sonst passierte nicht viel. Meinte man bisher. Ein spek­takulärer Fund rückt dieses Bild nun ein stück­weit zurecht. Read the rest of this entry →

22

02 2010

Umfrage: Einsatz von Social Media in der Wissenschaft

Der Forschungsver­bund “Inter­ac­tive Sci­ence — interne Wis­senschaft­skom­mu­nika­tion über dig­i­tale Medien” startete am 8. Feb­ruar eine Umfrage zum Ein­satz von Social Media in der Wis­senschaft. Sie richtet sich an Forscher und Ange­hörige der Hochschullehre. Da AEON als OpenAccess-Fachjournal sel­ber in zahlre­ichen Social Media-Netzwerken unter­wegs ist (Blog, Twit­ter, Face­book, MeinVZ bzw. Stu­diVZ), unter­stützen wir diese Umfrage und bit­ten unsere Leser, daran teilzunehmen.

19

02 2010

Ad fontes — ein Tutorialprogramm für Studenten

Ad fontes” ist das erste Leit­mo­tiv für den Stu­den­ten der Geschichtswis­senschaft, dem er während seines Studi­ums begeg­net. Aus Quellen bezieht der His­toriker seine Erken­nt­nis. Zunächst reichen noch die Edi­tio­nen und Quel­len­samm­lun­gen, die man beispiel­sweise in der Bib­lio­thek ein­se­hen kann. Aber irgend­wann erre­icht man den Zeit­punkt, wo dies nicht mehr aus­re­icht, wo der Gang ins Archiv unab­d­ing­bar ist. Aus eigener Erfahrung als Stu­dentin und aus der Zeit als Dozentin weiß ich um das Grauen, daß viele Nach­wuchshis­toriker bei diesem Gedanken befällt: wie läuft es in einem Archiv ab? Wie finde ich meine benötigten Quellen? Kann ich überhaupt die Schrift lesen?

Natür­lich wird in manchem Sem­i­nar der Archivbe­such ange­sprochen, aber oft­mals bleibt es graue The­o­rie und teil­weise fehlt der Prax­is­be­such. Eine Lösung für dieses Prob­lem bietet das Tuto­r­ial “Ad fontes”, entwick­elt und betreut vom His­torischen Sem­i­nar der Uni­ver­sität Zürich. In ver­schiede­nen Lern­ab­schnit­ten soll es den Stu­den­ten helfen, sich auf ein Archivbe­such vorzu­bere­iten, alte Hand­schriften lesen zu ler­nen und sie als Quellen auswerten zu kön­nen. Zudem wer­den Arbeitsmit­tel der His­torischen Hil­f­swis­senschaften erläutert und gelehrt. In fünf Bere­iche ist das Tuto­r­ial gegliedert:

  • Archiv: enthält prax­is­nahe Auf­gaben, das erwor­bene Grund­wis­sen wird hier vertieft
  • Train­ing: hier kön­nen mit­tels ver­schiedener Übun­gen Bere­iche wie Lesen oder Datieren geübt werden
  • Tuto­rium: hier wird das Grund­wis­sen dargestellt und erläutert, Aus­gangspunkt für die übrigen Kategorien
  • Ressourcen: Anführun­gen von Links, Hil­f­s­mit­teln, Tabellen und Literaturhinweise
  • MyAd­fontes: Überblick über die erledigten Auf­gaben, Zugang zu den per­sön­lichen Daten

Adfontes ist öffentlich zugänglich.

15

02 2010

Docupedia-Zeitgeschichte ist “on”

Geschichtswis­senschaft darf nicht sta­tisch sein. Erst recht nicht, wenn sie die Geschichte der Miter­leben­den und des Mitlebens beschreibt und analysiert. Genau in diese Lücke stößt das DFG-geförderte Koop­er­a­tionspro­jekt Docupedia-Zeitgeschichte des Zen­trums für Zei­this­torische Forschung Pots­dam mit dem Insti­tut für Geschichtswis­senschaften und dem Com­puter– und Medi­enser­vice der Humboldt-Universität zu Berlin. Read the rest of this entry →

12

02 2010

20 Jahre Selbstbestimmung…

Daß die Geschichte der Deutschen Ein­heit auch eine Geschichte der zurück­ge­won­nen Selb­st­bes­tim­mung ist, steht wohl außer Frage. Weitaus inter­es­san­ter scheint, wie es zu dieser Rück­gewin­nung gekom­men ist. Im 20. Jahr der Deutschen Ein­heit gibt es daher weniger Kon­tro­verse um das „Ist“, son­dern vielmehr um das „Kön­nte“. Im FAZ-Artikel „Das Ja zur deutschen Selb­st­bes­tim­mung“ skizziert Rainer Bla­sius lesenswert das Tauziehen zwis­chen Hans Mod­row und Hel­mut Kohl, die Ambivalenz der Rolle des Schiedrichters Gor­batschow und den Tag X, an dem der Kreml den Ersten Arbeiter-und-Bauern-Staat auf deutschem Boden aufgeben sollte.

10

02 2010