Freiheit und Verantwortung – Schulen im Aufbruch 1989
Filmpremiere am 22. 01. 2010 um 11.00 Uhr im Festsaal des Neuen Rathauses zu Leipzig
Der Film Freiheit und Verantwortung – Schulen im Aufbruch 1989 zeigt den Aufbruch zur Demokratie in Leipziger Schulen aus der Perspektive von Eltern, Lehrern und Mitarbeitern der Initiative Freie Pädagogik, die in der Umbruchzeit 1989/90 Freiheit für alle Schulen forderten. Die Wochenendforen der Initiative im Januar und April 1990 versammelten reformwillige Menschen aus allen Teilen der DDR. Unterstützung fand das Vorhaben bei Pädagogen und Schulrechtsexperten aus Westdeutschland, Ungarn und den Niederlanden.
Überall waren Schulen im Aufbruch. Direktoren wurden abgesetzt und neue vom Kollegium in geheimer Abstimmung gewählt, Eltern mischten sich ein in die Unterrichtsgestaltung und verlangten andere Schulbücher, Fächer wie Wehrkunde und Staatsbürgerkunde wurden abgeschafft, die FDJ und die Pionierorganisation lösten sich auf, stasibelastete Lehrer wurden entlassen. Die Polytechnischen– und Erweiterten Oberschulen wurden geschlossen. In Sachsen traten an ihre Stelle Grund– und Mittelschulen oder Gymnasien. Zehn Schulen in freier Trägerschaft eröffneten den Schulbetrieb schon im Sommer 1990. Nie zuvor oder danach gab es so viel Bewegung im Schulwesen wie in diesen Monaten des Aufbruchs…
Der Film wurde vom Förderprogramm der sächsischen Landesregierung Friedliche Revolution und Deutsche Einheit finanziert. Die Projektleitung hatte die Politikwissenschaftlerin Cornelia Müller, die für die Dokumentation auch zahlreiche Interviews mit Zeitzeugen führte. Die Kameraführung, das Drehbuch und der Filmschnitt lagen in den Händen von Uwe Willmann und Gunther Fischer. Die fachliche Beratung übernahm Elke Urban, Leiterin des Leipziger Schulmuseums sowie Schulgründerin und Mitarbeiterin der Initiative Freie Pädagogik. Die Stadt Leipzig förderte den Film durch einen Zuschuss.
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