Konzept
AEON ist ein Wissenschaftsjournal aus der Hand von Nachwuchswissenschaftlern – Studierenden und Promovierenden –, das fächerübergreifend Beiträge zur Mittleren und Neueren Geschichte versammelt.
Gedanke
Wissenschaftlichem Nachwuchs unterschiedlicher Disziplinen mit historisch orientiertem Arbeitsschwerpunkt noch vor Erreichen des Abschlusses die Gelegenheit geben, in einem professionellen Rahmen eigene Texte zu veröffentlichen und somit in Sachdebatten einzusteigen oder solche neu zu eröffnen.
Mehrwert
Entwicklung eines multiperspektivischen Blicks auf den Gegenstand Geschichte und überregionale Vernetzung zwischen denjenigen, die bereits während des Studiums Wissenschaft betreiben möchten.
Ziel
Den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit sowie innerhalb der Wissenschaftsgemeinschaft auch aus Initiative des akademischen Nachwuchses heraus verbessern helfen.
Inhalt
AEON fokussiert in seinen Beiträgen das Epochenspektrum der Mittleren und Neueren Geschichte (Mittelalter, Frühe Neuzeit, Neuere und Zeitgeschichte). Eine räumliche (z. B. außereuropäische Themen betreffende) oder methodische Eingrenzung gibt es hingegen nicht, was dabei helfen soll, den interdisziplinären Charakter der Zeitschrift zu fördern.
Aufbau
Die Beiträge, die AEON zu veröffentlichen sucht, entwachsen der wissenschaftlichen Beschäftigung in Seminaren oder Kolloquien (Seminararbeiten, Literaturschauen sowie erste Qualifikationsschriften in Auszügen) wobei diese nicht eins zu eins übernommen, sondern von den Autoren zu Aufsätzen oder Essays umgearbeitet werden. Daneben erscheinen Beiträge, die den Bezug zur aktuellen Forschung herstellen (Forschungs- und Tagungsberichte, Rezensionen). Dabei wird auf ein ausgewogenes Publikationsverhältnis zwischen Texten von Studierenden und Promovierenden geachtet. Jeder Beitrag wird zur rascheren Relevanzprüfung von einem Abstract begleitet.
Erscheinen und Kosten
Die erste Ausgabe von AEON erscheint zu Beginn des Wintersemesters 2009/10 am 15.10.2009 online im downloadfähigen pdf-Format. (Redaktionsschluss: 01.09.2009)
Um die Innovation des Internets auszunutzen, erscheinen die Beiträge bereits ab der zweiten Ausgabe seitengezählt als zitierfähige Einzeldokumente in unregelmäßigem Abstand. Als Periodikum (komplettes Heft) erscheint AEON danach zum 15.10. online im downloadfähigen pdf-Format. (Redaktionsschluss: 01.09. des jeweiligen Kalenderjahres). Als OpenAccess-Journal ist die Zeitschrift AEON völlig kostenfrei.
Qualitativer Standard
Um aktiv am wissenschaftlichen Diskurs teilnehmen zu können, ist es wichtig, die Kriterien akademischer Publikation zu sichern. Im Rahmen von WissensWerk erfüllt AEON diese Kriterien mittels
- der Forderung nach Intersubjektivität. Die Gründlichkeit in der Argumentation und Dokumentation des zu veröffentlichenden Textes muss stets gewährleistet sein.
- eines Peer-Review-Verfahrens, in welchem Beiträge anonym begutachtet und erst nach Verarbeitung der Anmerkungen veröffentlicht werden, wodurch die Zeitschrift den Anspruch der Qualitätssicherung durch Prüfung gewährleistet.
- der Publikation der Beiträge in einem OpenAccess-Journal (Nachweis im Verzeichnis der elektronischen Formen der Deutschen Nationalbibliothek, Erhalt einer ISSN). Alle Artikel werden somit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, allgemein prüfbar, voll zitier- und wissenschaftlich anschlussfähig.
Forencharakter, Berufspraxis und Redaktion
Neben der Möglichkeit, Beiträge des wissenschaftlichen Nachwuchses regelmäßig zu veröffentlichen, versteht sich AEON in erster Linie als Forum, wo Gedankenaustausch auf verschiedenen Wegen möglich sein wird. Einerseits haben alle Autoren die Möglichkeit, mit ihren Beiträgen auf die Beiträge anderer Autoren zu reagieren. Daneben entsteht ein virtuelles Forum, in welchem Beiträge auch von Nichtautoren unmittelbar kommentiert und diskutiert werden können.
AEON bietet aber auch die Chance an, Fertigkeiten redaktionellen Arbeitens kennen zu lernen oder bereits vorhandenes Wissen zu vertiefen. Hierzu gehören u. a. die kritische Durchsicht von Manuskripten, das Redigieren von Texten, das Beraten von Autoren, aber auch Öffentlichkeitsarbeit sowie Pflege des wissenschaftlichen Netzwerkes. Dabei ist wichtig, dass nicht nur die Beiträger von unterschiedlichen Universitätsstandorten kommen, sondern auch die Mitarbeiter der Redaktion.
Ergebnis
Mit AEON steht der Geschichtswissenschaft eine Zeitschrift zur Verfügung, die fächerübergreifend und überregional ausgewählte und lektorierte Texte aus dem aktuellen Lehr- und Forschungsbetrieb anbietet. Zugleich entsteht mit AEON auch ein Platz, in dem Nachwuchswissenschaftler Gelegenheit finden eigene Ideen und innovative Ansätze zu präsentieren oder konstruktiv zu diskutieren.
Das Konzept ist als .pdf hier abrufbar.
Rubriken-Richtlinien
Artikel
Wissenschaftliche Aufsätze stellen eine Frage heraus und versuchen entweder, diese zu problematisieren oder Lösungsansätze zu entwickeln. 50.000 Zeichen, inklusive Fußnoten und Leerzeichen.
Editorials
Editorials werden von den Herausgebern erstellt und fassen das Themenspektrum eines Heftes zusammen.
Essays
Essays sind eine wissenschaftliche Mischform aus Objektivität und Subjektivität. Sie umreißen ein Problem durch zentrale Aussagen und beziehen deutlich Stellung zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen, kritischer Argumentation und persönlichen Erfahrungen. Essays erheben keinen Anspruch auf vollständige Darstellung, sondern sehen das aufgestellte Problem im Gesamtzusammenhang. Fußnoten können, müssen aber nicht unbedingt sein.
25.000 Zeichen inklusive Fußnoten und Leerzeichen
Berichte
Berichte können Tagungs-, Forschungs- und Exkursionsberichte sein und stellen eine möglichst objektive und sachliche Darstellung eines Problemgegenstands dar. Persönliche Einschätzungen müssen kenntlich gemacht werden. Daneben sollten Berichte nicht nur einen Problemansatz dokumentieren, sondern am Ende mit einem forschungsorientierten Ausblick dokumentieren. 20.000 Zeichen inklusive Fußnoten und Leerzeichen.
Rezensionen
Rezensionen beurteilen einen aktuellen Aufsatz oder eine Neuerscheinung und diskutieren nicht nur dessen Inhalt, sondern verorten ihn auch im gegenwärtigen Forschungsdiskurs. 5.000 Zeichen inklusive Fußnoten und Leerzeichen
Besprechungen
Besprechungen stellen (auch ältere) Fachliteratur und bewerten deren praktische Bedeutung für den Lehr- oder Studienalltag. Ähnlich präsentieren Besprechungen auch fachrelevante Datenbanken. 5.000 Zeichen inklusive Fußnoten und Leerzeichen
Open-Access-Richtlinie
Diese Zeitschrift bietet freien Zugang (Open Access, "Goldener Weg") zu ihren Inhalten, entsprechend der Grundannahme, dass die freie öffentliche Verfügbarkeit von Forschung einem weltweiten Wissensaustausch zugute kommt.
Archivierung
Diese Zeitschrift verwendet das LOCKSS-System, um mit Hilfe der teilnehmenden Bibliotheken ein dezentralen Achivierungssystem zu schaffen, bei dem diese Bibliotheken die Zeitschrift zu Aufbewahrungs- und Wiederherstellungszwecken permanent archivieren. Mehr...
Arbeitsweise von AEON
Liebe Autoren, liebe Leser,
an dieser Stelle wird die Arbeitsweise von AEON kurz erläutert. Da v. a. Studenten, Magistranden und Examinanden sowie Promovenden die Zielgruppe von AEON darstellen, wird im Folgenden das "Du" benutzt. Wir bitten alle Interessierten, Leser und Autoren, dies nicht als Unhöflichkeit aufzufassen.
Wir freuen uns, dass Du Dich mit Deinem Beitrag am neuen Journal AEON – Forum für junge Geschichtswissenschaft beteiligen möchtest. Damit Dein Text für das Auswahlverfahren berücksichtigt werden kann, muss er jedoch bestimmte Anforderungen erfüllen, die wir kurz für Dich zusammengestellt haben.
Auswahlverfahren
AEON sammelt und veröffentlicht wissenschaftliche Aufsätze, Essays, Berichte und Rezensionen. Seminararbeiten sind keine wissenschaftlichen Artikel oder Essays. Das heißt, jede Seminararbeit muss, gleich wie inhaltlich präzise und stilsicher sie ist, umgearbeitet werden. Oder kürzer: Einen Beitrag in Aeon zu veröffentlichen, bedeutet Arbeit – für uns und für Dich.
Um eine bestmögliche fachliche und schreiberische Qualität gewährleisten zu können, erfolgt die Textauswahl in mehreren Schritten. Zunächst wird Deine Einsendung von den Herausgebern gesichtet und anonymisiert. Danach geht der Text an zwei Gutachter. Bei ihnen handelt es sich entweder um Redaktionsmitglieder, Dozenten oder externe Fachwissenschaftler.
Bereits bei der Begutachtung kann es passieren, dass Dein Text vom weiteren Auswahlverfahren ausgeschlossen wird. In diesem Fall bekommst Du ihn mit detaillierten Anmerkungen von uns zurück, um die Chance zu haben, den Beitrag zu überarbeiten und erneut einzusenden.
Hat Dein Text die Begutachtung erfolgreich durchlaufen, gelangt er in den Lektoratsprozess. Dort werden Dir zwei Redakteure zugeteilt, mit denen Du gemeinsam Deine Einsendung zur Druckreife führst. Sie unterstützen Dich kritisch bei der Textarbeit und wollen helfen, das Beste aus Deinem Beitrag herauszuholen. Denn Fachleute sollen
Deinen Text nicht nur lesen und verstehen, sie sollen es auch gern tun.
Dieses Teamwork wird sowohl von Dir als auch Deinen Redakteuren einiges an Zeit
abverlangen. Deswegen bestimmt das Einhalten von vereinbarten Terminen einen
wichtigen Teil der Zusammenarbeit. Daher behält sich die Redaktion vor, Deinen Entwurf jederzeit vom weiteren Verfahren auszuschließen, sollte die Arbeit daran absehbar und im geplanten Zeitrahmen nicht zur Publikationsreife führen.
Die Autorenhinweise sind als .pdf hier abrufbar.
ISSN: 1869-4519